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Volleyball: Frauen-Bundesliga

3:0 gegen Neuwied: USC trotzt „Zitterbällen“ und feiert Van-Clewe-Debüt

Münster

Erfolgreicher Samstagabend für den USC Münster: Die Bundesliga-Volleyballerinnen von Trainerin Lisa Thomsen hatten gegen Tabellenschlusslicht VC Neuwied keine größeren Probleme und setzen sich glatt durch. Eine Langzeitverletzte kam zu ihrem Debüt.

Von Thomas Austermann

Die lange verletzte Luisa van Clewe (Mitte) kam am Samstagabend zu ihrem Debüt für den USC. Foto: Peter Leßmann

Mit dem siebten Saisonsieg in die Rückrunde gestartet sind die Bundesliga-Volleyballerinnen des USC Münster, die binnen 82 Spielminuten gegen das Schlusslicht VC Neuwied 77 mit 3:0 (25:20, 25:22, 25:17) ihrer Favoritenrolle in Berg Fidel gerecht wurden, ohne in den großen „Flow“ kommen zu können. Eine münsterische Spielerin wird dennoch den Abend nicht so schnell vergessen, der ihr das erste Erstligaspiel ihrer Karriere bescherte.

Die im August während der Vorbereitung von einer folgenschweren Schulterblessur aus dem Plan geworfene Luisa van Clewe erhielt das Vertrauen von Trainerin Lisa Thomsen und stand direkt in der Startformation der Unabhängigen. Die 19-jährige Mittelblockerin gab später erfrischend ehrlich zu, wie nervös sie gewesen sei – das aber ist nur normal nach einer so langen Auszeit und bei der Freude darüber, die Reha endlich und erfolgreich durchgestanden zu haben. „Je mehr Spiele ich bekomme, desto besser wird meine Leistung“, sagte die frühere Sportinternatsbewohnerin. Lisa Thomsen meinte, die Nummer 8 habe sich „den Einsatz verdient“ nach großer Disziplin in der Reha und „echt gutem Training. Ich wollte im Wettbewerb sehen, wo sie steht.“

„Deckel drauf und abhaken“

Viel gewechselt wurde auch beim USC, der sich nicht wirklich von dem Druck frei machen konnte, diese Partie partout gewinnen zu müssen auf dem Weg ins Ziel namens Playoffs. „Es ist eben ein Riesenunterschied, ob man gegen Potsdam spielt und viel gewinnen kann, oder in dieser Rolle steckt, einmal der klare Favorit zu sein“, sagte Thomsen und erkannte, dass „schon im Aufschlag viele Zitterbälle gespielt wurden“ und Münster das Leben schwermachten. „Am Ende sind wir sauber rausgegangen aus dem Spiel mit dem 3:0. Deckel drauf und abhaken!“

Abteilung Attacke: USC-Spielerin Iris Scholten (r.), hier im Angriff gegen Sina Stöckmann (l.) und Laura Berger vom VC Neuwied Neuwied. Foto: Peter Leßmann

Neuwied mit Trainer Tigin Yaglioglu (31), in Münster geboren und in der Region heimisch, spielte vor 1369 Zuschauern taktisch gut eingestellt und fast pausenlos aufmüpfig. Oft schaffte es der Underdog, in der Liga als „Lehrling unterwegs“ ( Yaglioglu), mit den Ex-Münsteranerinnen Sina Fuchs, Kristin vom Schemm, Maya Sendner oder Carla Fuchs den USC in lange Ballwechsel zu führen. Die möglichen Momente zum „Durchbruch“ nutzte Neuwied noch nicht. Dafür war Münsters individuelle Klasse zu groß.

Van-Clewe-Ass sichert den ersten Satz

Der USC holte Satz eins nach einem van-Clewe-Ass und Iris Scholtens Attacke zum 25:20. Komfortabel herausgespielt wurde fortan aber kaum einmal ein Vorsprung, es gab immer wieder fehlerhafte Aktionen. Scholten (16 Punkte) und Mia Kirchhoff (11) trafen insgesamt am wirkungsvollsten. Dass Juliane Schröder kam, stärkte die Gruppe spürbar. Auf dem Feld standen im dritten Satz und bei einem kleinen Lauf von 14:13 zum 19:14 und 23:17 auch Zuspielerin Meghan Barthel und Elena Kömmling. „Ich fand uns schon mental so gefestigt, dass wir uns auch von Widerständen oder kleinen Rückschlägen nicht haben aus der Fassung bringen lassen“, sagte Lisa Thomsen. Schon Mittwoch geht es in Erfurt weiter – und wieder in ein ganz anderes Spiel.

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