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Volleyball: 1. Bundesliga

„Verletzungen minimieren“: So werden die USC-Spielerinnen durchgecheckt

Münster

Diese Kennenlernphase hat es in sich: Beim USC Münster verschaffen sich aktuell die Physiotherapeuten einen ganz genauen Eindruck von den Spielerinnen – und das ist bisweilen schweißtreibend. Doch Trainerin Lisa Thomsen ist überzeugt, dass sich der frühe Fleiß lohnen wird.

Von Ansgar Griebel

Schichtwechsel: Anna Church (vorne Mitte) und Mia Kirchhoff (4. v. l.) haben ihre schweißtreibenden Einheiten hinter sich, Mikala Mogensen (vorne r.) und Elena Kömmling (2. v. r.) übernehmen unter den aufmerksamen Blicken von Aric Brämswig, Stephan Otte, Constantin Lingenfelser, Co-Trainer Matthias Pack und Cheftrainerin Lisa Thomsen. Foto: Ansgar Griebel

Es ist ziemlich viel los am frühen Donnerstagmorgen im Physiotherapie- und Reha-Studio von Rehab Five an der Friedrich-Ebert-Straße – wobei die schweißtreibende Arbeit zumindest auf den ersten Blick recht einseitig verteilt ist. Während die Damen in den grünen Shirts Gewichte stemmen und Einheiten an den Geräten bewältigen, sind die Männer und Frauen in schwarz dezent auf Beobachtungsstation gegangen.

Als Mia Kirchhoff 45 Kilogramm schultert, feuern Stephan Otte und Constantin Lingenfelser vom Reha-Team die junge Volleyballerin lautstark an – und natürlich bringt die Spielerin des USC Münster die Hantel zur Hochstrecke. Obwohl es hier nicht um Rekorde und Bestleistungen geht, begleitet Trainerin Lisa Thomsen die Einheit mit einem zufriedenen Lächeln.

Valkova kehrt als Letzte zum USC zurück

Ohne Ball und Netz werden fast drei Monate vor Saisonstart die Grundlagen für eine erfolgreiche Spielzeit geschaffen. Seit Dienstag haben Thomsen und die Co-Trainer Matthias Pack und Kyarash Maleki immerhin schon sieben von zwölf Aktiven um sich versammelt. Vier weitere werden nach Einsätzen in ihren Nationalteams im September erwartet, als letzte stößt im Oktober Zuspielerin Katerina Valkova nach ihrem WM-Einsatz für Tschechien zum Kollektiv.

Dann dürften auch die letzten Vermessungsaufgaben an der Friedrich-Ebert-Straße abgeschlossen sein, wo derzeit jede Spielerin individuell auf Herz und Nieren gecheckt wird. Über Messwerte und die persönliche Verletzungshistorie werden die Sollbruchstellen ermittelt – künftigen Ausfällen wird so gut wie möglich vorgebeugt. „Alles kann man nicht verhindern“, sagt Thomsen, „aber zuletzt hatten wir schon sehr viele Verletzungen. Jetzt arbeiten wir daran, das zu minimieren.“

Drei Neue treffen auf vier Bewährte

Das Team von Rehab-Five-Geschäftsführer Aric Brämswick wird dabei in fast allen Gesundheitsfragen erster Ansprechpartner sein, betreut den USC während der Heim- und Auswärtsspiele, übernimmt im Bedarfsfall auch die Rehabilitations- und Wiederaufbaumaßnahmen und hält Kontakt zu den Team-Ärzten.

„Das ist eine sehr gute Grundlage“, so Thomsen, die ihre Schützlinge in Zweiergruppen zur Bestandsaufnahme ins Studio beordert, aber auch schon die noch überschaubare Großgruppe zusammengetrommelt hat. „Zum Kennenlernen“, sagt die Trainerin, „das große Zusammengehörigkeitsgefühl war zuletzt eine unserer großen Stärken – und soll es auch wieder werden.“ Der Start zumindest ist gelungen. „Ich bin total zufrieden nach den ersten Treffen.“

Drei Neuzugänge treffen aktuell auf vier bewährte USC-Kräfte. „Das passt“ – und wird noch passender gemacht. Ein Club-Sponsor hilft mit Sprachkursen aus, ein anderer stellt Fahrräder für alle Spielerinnen zur Verfügung. Das USC-Shirt ist schon jetzt Programm – das passende Münster-Feeling wird von Tag zu Tag stärker.

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