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Volleyball: Bundesliga Frauen

Quintett verlässt den USC - zwei Neue befinden sich im Anflug

Münster

Die Mittelblockerin Juliane Schröder stand bereits als erster Abgang des USC Münster fest, nun folgten gleich fünf weitere. Unter anderem geht Barbara Wezorke, dazu hört ein Youngster überraschend ganz mit dem Profi-Volleyball auf. Doch auch zwei Neuzugänge bahnen sich an.

Von Henner Henning

Barbara Wezorke verlässt den USC. Foto: Jürgen Peperhowe

Im Sommer 2021 gab es am Berg Fidel das große Stühlerücken. Neun Spielerinnen um das Zuspiel-Duo Sarah van Aalen und Taylor Nelson oder Nationalspielerin Linda Bock verließen den Volleyball-Bundesligisten, der wenige Wochen zuvor die Playoff-Qualifikation verpasst hatte. In der Folge verpflichteten die Unabhängigen neun Neue, einen großen Umbruch musste Lisa Thomsen vor ihrer ersten kompletten Saison als Cheftrainerin stemmen.

Der sportliche Erfolg blieb aus, erneut findet die Saisonverlängerung mit den K.o.-Spielen ohne den USC statt. Mit Konsequenzen: Personell tut sich wieder eine Menge bei den Grün-Weißen, die am Donnerstag nach dem feststehenden Karriereende von Juliane Schröder den Abschied von fünf weiteren Spielerinnen verkündeten – Barbara Wezorke, Marta Hurst, Erika Kildau, Sara Dukic und Alexandra Stein nehmen Abschied – aus ganz unterschiedlichen Gründen.

Erika Kildau hört auf. Foto: Jürgen Peperhowe

Wie Schröder wendet sich auch Kildau vom Profi-Volleyball ab – überraschend, ist die Libera doch erst 19 Jahre alt. Kildau startete in der Saison 2020/21 durch und war mit ihrer Unbekümmertheit der Shootingstar am Berg Fidel. Doch in der vergangenen Saison warfen sie immer wieder gesundheitliche Probleme zurück, die sicher bei ihrer Entscheidungsfindung eine Rolle gespielt haben.

„Es war eine tolle Zeit, und ich möchte mich von Herzen bei allen bedanken, die mich auf dieser Reise begleitet und unterstützt haben. Für mich persönlich habe ich entschieden, dass ich mich jetzt auf mich und mein Studium fokussieren möchte“, sagte Kildau, die vom Bundesstützpunkt zur Bundesliga-Truppe gestoßen war.

Wezorke: „Wünsche mir sportliche Veränderung“

Vom Dresdner SC war vor drei Jahren Barbara Wezorke zu den Unabhängigen gekommen. Die 28-jährige Mittelblockerin avancierte zur Leistungsträgerin und war als Kapitänin sowie ehemalige Nationalspielerin mit ihrer Erfahrung wichtig für das Innenleben der Mannschaft. Nun endet ihre Zeit hier, auch wenn sie sich in Münster immer wohlgefühlt hat. „Ich habe mich in die Stadt verliebt, viele wunderbare Menschen kennengelernt. Aber zur neuen Saison wünsche ich mir eine sportliche Veränderung“, erklärt Wezorke, die dem Verein „für die Möglichkeit, Studium und Volleyball zu kombinieren“, dankt.

Somit muss der USC nun seine Mitte komplett neu besetzen. Denn auch Sara Dukic wird in der nächsten Spielzeit nicht mehr zum Aufgebot gehören, der Kontrakt der Slowenin wird wie der von US-Nachverpflichtung Alexandra Stein, die über eine Nebenrolle nicht hinauskam, nicht verlängert. Dukic entwickelte sich nicht wie erhofft zur Verstärkung – auch weil sie von Beginn an immer wieder Pech mit diversen Blessuren (Bänderriss, gebrochener Daumen, Knieprobleme) hatte.

Hurst als Aushilfslibera

Von der Verletzungsmisere war auch Marta Hurst betroffen – zumindest indirekt. Sie rückte nach dem Kildau-Ausfall und bis zur Reaktivierung von Ines Bathen auf die Libera-Position, übte als Angreiferin die ungewohnte Rolle zufriedenstellend aus. Dennoch endet die Zusammenarbeit mit der Portugiesin nach einem Jahr.

„Mit ihnen zusammenzuarbeiten, war immer sehr angenehm. Menschlich werden sie dem Team auf jeden Fall fehlen. Sportlich wurden sie in dieser Saison allerdings oft durch Verletzungen aus dem Rhythmus gebracht. Entweder waren sie selbst betroffen, oder sie haben sich nach Ausfällen anderer ganz in den Dienst der Mannschaft gestellt“, sagte der Sportliche Leiter Ralph Bergmann über das scheidende Quintett.

Mogensen und Church im Anflug?

Wo es Abgänge gibt, gibt es auch Zugänge. Derer zwei bahnen sich schon beim USC an. Laut dem italienischen Portal „Volleynews.it“ wechselt Mikala Mogensen an den Berg Fidel. Die Dänin ist 20 Jahre jung, Außenangreiferin und gilt als großes Talent. Mogensen folgt auf Insta­gram schon dem USC – wie übrigens auch Anna Maria Church.

Die Amerikanerin spielte zuletzt beim Bundesliga-Neuling VC Neuwied als Libera – und könnte Teil des neuen Teams werden, zu dem sicher die Angreiferinnen Iris Scholten und Maria Schlegel (beide verlängerten ihre Verträge) gehören. Dazu haben das Zuspiel-Duo Katerina Valkova und Meghan Barthel wie auch Elena Kömmling, Nikolina Maros und Mia Kirchhoff gültige Kontrakte für die Spielzeit 2022/23 – und die soll nicht zum dritten Mal nach der Hauptrunde enden.

Marta Hurst war immerhin Kapitänin. Foto: Jürgen Peperhowe
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