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Volleyball: Bundesliga

USC wirtschaftet in Krise solide, Präsident Gesigora gibt vor: "Die Playoffs sind Pflicht"

Münster

Das Krisen-Corona-Jahr hat der Volleyball-Bundesligist USC Münster mit solider Bilanz überstanden. Sportlich aber fordert der Präsident Martin Gesigora einen Schritt nach vorne.

Von Wilfried Sprenger

Präsident und Herr der Zahlen beim USC: Martin Gesigora Foto: Lukas Elkemann

Der USC Münster hat im abgelaufenen Geschäftsjahr solide gewirtschaftet, sitzt aber weiterhin   – und alles andere als bequem – auf Verbindlichkeiten in Höhe von 576 000 Euro. „Wirtschaftlich sind wir einigermaßen durch die Krise gekommen“, stellte Martin Gesigora während der Mitgliederversammlung am Mittwochabend fest. Die Unzufriedenheit über fehlende Erfolge auf der sport­lichen Ebene hatte der Präsident bereits im Vorfeld ge­äußert. Eine Saison wie die vergangene dürfe sich nicht wiederholen, mahnte der „Chef“ an.

Mit einem Einnahmen-Volumen von 1,173 Millionen Euro bewegte sich der USC im Bilanzjahr 2020/21 auf dem Niveau des Vorjahres. Zum 30. Juni 2020 hatten die Zahlen einen Gewinn von 67 000 Euro ausgewiesen. Aktuell lag er bei 1255 Euro. Auf der Ausgabenseite fiel vor allem die Steigerung der Personalkosten von 553 000 auf 689 000 Euro ins Gewicht. Geringere Beiträge zur Berufsgenossenschaft, Einsparungen bei Mieten und Hallenkosten, höhere Krankengelder und insbesondere die Corona-Soforthilfe (68 000 Euro) hielten den Etat in der Balance. „Ein wenig Sorge“ bereitete Gesigora ein leichter Rückgang im Bereich der Sponsorengelder und Spenden (von 937 000 auf 915 000 Euro). „Da ist eine Tendenz zu erkennen. Wir müssen versuchen gegenzusteuern“, sagte er. Erste Erfolge habe der Club bei der Akquise bereits gehabt.

USC rechnet mit Corona-Beihilfen

Den sprunghaften Anstieg der Personalkosten erklärte Gesigora u.a. mit Einsparungen im Etat 2019/20 durch staatliche Förderungen (Kurzarbeitergeld). In der abgelaufenen Saison habe der USC „sehr viel Geld“ in die Hand genommen, um das Umfeld zu professionalisieren. „Im Trainer- und Betreuer-Team sowie auf der Geschäftsstelle sind wir inzwischen so gut und breit aufgestellt, dass der sport­liche Bereich eine maximale Betreuung erfährt. Ich hoffe sehr, dass sich das mittel­fristig auch in den Ergebnissen niederschlägt.“ Einen konkreten Anspruch an die Bundesligamannschaft stellt Gesigora nicht. Nur: „Dass wir die Playoffs verpassen, sollte sich nicht wieder­holen.“

Der Etatansatz für das Haushaltsjahr 2021/22 sieht eine leichte Erhöhung der Ausgaben auf 1,21 Millionen Euro vor. Die Personalkosten (inklusive des Beitrags zur Berufsgenossenschaft) bleiben mit einer Höhe von 766 000 Euro die mit Abstand teuerste Position. Auf der Einnahmenseite rechnet der Bundesligist mit 1,152 Millionen Euro. Der Kartenverkauf (25 000 Euro) deckt nur einen kleinen Teil ab. Die 58 000-Euro-Lücke zwischen Einnahmen und Ausgaben soll durch Sonderzuwendungen geschlossen werden. „Wir rechnen mit Corona-Beihilfen. Knapp 20 000 Euro sind uns bereits zugesprochen“, erklärte Gesigora.

USC setzt auf Nachhaltigkeit

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