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Volleyball: Bundesliga Frauen

"Nur zu kämpfen, reicht nicht" - USC-Trainerin Thomsen findet nach 1:3 in Aachen mahnende Worte

Münster

Der USC Münster hat das NRW-Duell bei den Ladies in Black Aachen in vier Sätzen verloren – so weit, so schlecht, kann ja mal passieren. Was aber Trainerin Lisa Thomsen überhaupt nicht schmeckte, waren die Mängel in einigen Elementen – und diese waren so teuer, dass die Unabhängigen ohne Punkte zurück an den Berg Fidel reisen mussten.

Von Henner Henning

Am kämpferischen Einsatz lag es nicht, aber Lisa Thomsen war ganz und gar nicht zufrieden mit der Leistung ihrer Schützlinge im Aufschlag und in der Block-Feld-Abwehr. Foto: Wolfgang Birkenstock

Lisa Thomsen war schon ein wenig angefressen am Samstagabend. Einige Minuten zuvor hatten ihre Schützlinge mit 1:3 (21:25, 25:23, 21:25, 21:25) bei den Ladies in Black Aachen verloren und damit nach dem perfekten Saisonauftakt mit zwei Siegen die dritte Niederlage in Serie kassiert. Was die Trainerin des USC Münster dabei störte, waren die Mängel in Aufschlag und Block-Feld-Abwehr. „Ja, wir haben gekämpft, wie ich es ankündigt hatte. Damit bin ich zufrieden. Aber nur zu kämpfen ohne Qualität in gewissen Elementen, reicht dann nicht“, sagte die 36-Jährige nach den unter dem Strich enttäuschenden 112 Minuten.

War es in der Vorwoche beim 2:3 gegen den VC Wiesbaden noch das Side-Out, das Münster trotz zweier Matchbälle den Sieg gekostet hatte, schluderte der USC diesmal von der Linie und in der Block-Feld-Abwehr – letzteres sehr zum Verdruss von Thomsen. „Das tut mir als Ex-Libera besonders weh“, sagte die 36-Jährige, die auf die 21 Punkte verwies, die ihr Team durch Fehler in diesen beiden Elementen direkt an Aachen hergeschenkt  hatte. „Diesmal war das Side-Out besser als in der vergangenen Woche. Aber wenn wir nicht alles zusammen auf das Feld bringen, wird es schwer gegen die Mannschaften auf Augenhöhe.“

Ohne Scholten und Dukic

So lieferten die Unabhängigen auch gegen Aachen nicht konstant und gut genug, um Zählbares mitnehmen zu können. Dabei war der erste Satz bis zum 18:19 ausgeglichen, erst dann setzte sich der Gastgeber um die verlässlich punktende Jana Franziska Poll und Eva Hodanova ab. Und auch der zweite Abschnitt ließ nicht vermuten, dass Münster auf seine Hauptangreiferin Iris Scholten, die sich wie Mittelblockerin Sara Dukic unter der Woche im Training den Daumen gebrochen hatte, verzichten musste. Die mittlerweile für Katerina Valkova im Zuspiel agierende Meghan Barthel machte ihre Sache einmal mehr gut, dazu setzte die für Scholten in die Verantwortung gerückte Nikolina Maros immer wieder Akzente. Die Folge war der Satzausgleich, den die ehemalige Aachenerin Juliane Schröder perfekt machte.

Aachens Topscorerin Jana Franziska Poll (li.) kam immer wieder am USC-Block, hier mit Katerina Valkova und Juliane Schröder (r.), vorbei. Foto: Wolfgang Birkenstock

Es war Münsters letzter Streich, in der Folge wurde die Mängelliste wieder länger. Immer wieder fanden Poll und Co. die Lücken im Block des USC, dem merklich auch die Durchschlagskraft der Niederländerin Scholten abging. Wechselmöglichkeiten hatte Thomsen kaum, da auch Mia Kirchhoff (Zweitliga-Spiel mit dem VC Olympia Münster) fehlte. So blieb einzig Elena Kömmling, die lediglich dreimal zum Aufschlag auf das Feld kam, als Alternative im Angriff.

Zahlen und Fakten

Lena Vedder setzt Akzente

In der Summe zu wenig, Aachen setzte sich jeweils in der Mitte der Durchgänge drei und vier vorentscheidend ab. Maßgeblich beteiligt war dabei die ehemalige Münsteranerin Lena Vedder, die in Satz drei beim Stand von 14:12 ein- und nicht mehr ausgewechselt wurde. Mit ihren Assen zum 15:11 und 16:11 im vierten Durchgang entschied sie das NRW-Duell vorzeitig, Münster hatte keine Antwort mehr parat. „Wir sind immer hinterhergelaufen und haben es nicht geschafft, wieder heranzukommen. Uns fehlt ein bisschen die Wettkampfhärte, um das Niveau über vier oder fünf lange Sätze zu halten. Deswegen haben wir auch immer wieder schwache Phasen. Das muss besser werden, dafür werden wir hart trainieren“, erklärte Thomsen.

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