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Volleyball: Bundesliga Frauen

Sensation bleibt aus: USC unterliegt glatt in Schwerin

Münster/Schwerin

Vor 1785 Zuschauer unterlag der USC Münster beim Schweriner SC mit 0:3 (16:25, 19:25, 19:25) in der Frauen-Bundesliga. Am Freitag steht der Jahresabschluss beim Dresdner SC für das Team von Trainerin Lisa Thomsen an.

Von Alexander Heflik

USC-Spielerin Daniela Maria Öhmen (rechts) setzt sich hier gegen Lindsey Ruddins durch. Aber die Schweriner Außenangreiferin kam in dieser Partie ihrerseits auf 18 Punkte. Foto: Imago/Ostseephoto

Die erhoffte Überraschung, vielleicht eine Sensation, fand nicht statt. Der USC Münster konnte keinen Coup landen beim Schweriner SC. Der Bundesligist unterlag beim Tabellendritten und Pokal-Finalisten mit 0:3 (16:25, 19:25, 19:25) und am ­Ende doch klar nach 82 Minuten.

Chancen auf einen Punkt oder gar den Sieg für den USC, der mit sechs Siegen aus den ersten acht Partien nun auf einen Erfolg auch bei einem Top-Team hoffte? Das war vor 1785 Zuschauern nur in der Ferne zu erahnen. Im zweiten und dritten Satz führten die Gäste aus Münster jeweils mit 13:11 und 11:7, doch die Schwerinerinnen hatten in jeder kritischen Phase die besseren Antworten parat und gewannen vor allem die meisten der langen Ballwechsel.

„Schwerin hat eine unfassbar starke Truppe“, sagte Thomsen. Und: „Im ersten Satz haben unsere Gegner nur einen Eigenfehler produziert. Sie schienen von der personell angespannten Situation eher noch beflügelt worden zu sein.“

Es-USC-Kraft Alsmeier fehlt

Bei den Gastgeberinnen gab es im Vorfeld einige Verletzungssorgen. So fehlte die frühere USC-Spielerin Lina Alsmeier. Zudem waren die beiden etatmäßigen Zuspielerinnen ausgefallen – die erst 16 Jahre Paulina Ströh kam deshalb zum Einsatz und machte ihre Sache unglaublich ruhig und abgeklärt. USC-Trainerin Thomsen konnte dagegen auf ihre beste Besetzung zurück­greifen. Sie wollte mit ihrer Mannschaft gerade über Aufschläge und mit viel Mut für Unruhe sorgen.

Guter Start von Münster

Sie sah so etwas wie einen kurzen Traumstart ihrer Mannschaft, die flugs mit 4:1 führte. Aber in der ausverkauften Halle übernahm der SSC schnell die Regie, drehte die Begegnung über den 4:4-Ausgleich, dann stand es 9:5 und 16:9. Thomsen war in der zweiten Auszeit alles andere als zufrieden, forderte mehr Mut und vor allem risikoreiche Aufschläge. Die Gäste lieferten dann schon eher das, was sich die Trainerin wünschte. Doch Münster lief nun dem hohen Rückstand hinterher. Schwerin holte sich den ersten Durchgang mit 25:16. Das war eine klare Sache.

Mogensen bringt Schwung

Im zweiten Durchgang warf Thomsen die Dänin Mikala Mogensen ins Geschehen. Das zahlte sich auf gewisse Art und Weise aus, der USC blieb in Kontakt. Schwerins frühe Führung (7:3) beantwortete Münster mit einem guten Lauf zur 13:11 Führung. Ging da was für den Gast? Bis zum 15:15 hielt der Tabellenfünfte den zweiten Satz offen. Es war aber am SSC, die Entscheidung herbeizuführen, beim 18:17 übernahm der Pokal-Finalist endgültig die Regie, baute den Vorsprung auf 20:17 und 23:19 aus – und holte sich auch den zweiten Satz mit 25:19.

Zwischenhoch nur kurz

Tatsächlich war Münster nun besser im Spiel, kämpfte, erarbeitete sich eine Partie auf Augenhöhe. „Bleibt bei unserem Plan, kämpft“, feuerte Thomsen ihre Spielerinnen in einer Auszeit an. Und das taten sie auch. Bis zur Mitte dieses Durchgangs roch der USC zumindest am Satzgewinn.

Lisa Thomsen

Das lag auch daran, dass die Thomsen-Auswahl mit einem kleinen Lauf auf 10:6 und 11:7 davonzog. Doch wann immer der Rangfünfte aus Schwerin nachbessern, eine Aufholjagd starten musste, war das Team von Trainer Felix Koslowski in dessen 501. Einsatz an der Linie da. Ein 7:0-Lauf zum 14:11 rückte die Verhältnisse in der ausverkauften Arena wieder zurecht. Libera Anna Pogany zeigte genau da eine Reihe von spektakulären Abwehr-Aktionen. Das zog den Nerv. Und, wie die Trainerin bekannte: „Was mich ärgert, ist, dass wir die Fehler gemacht haben. In dieser Phase wäre mehr drin gewesen für uns.“

Zwischenstopp in Kienbaum

Der USC fuhr am Abend noch weiter in die Sportschule Kienbaum, hier wird der Erstligist regenerieren und die Niederlage analysieren. Am Donnerstag geht es dann weiter nach Dresden, ehe am Freitag die letzte Aufgabe des Jahres wartet. Beim Vierten aus Sachsen hofft der USC auf mehr als in Schwerin. Wieso auch nicht?

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