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Volleyball: Frauen-Bundesliga

Das neue Selbstverständnis: So drehte das Thomsen-Team die Erfurt-Partie

Münster

Aus 0:2 mach’ 3:2 – der USC Münster kämpfte sich in Erfurt zum Sieg. Trainerin Lisa Thomsen erklärt, wie ihr Team die Partie drehte und was sie ihrer Mannschaft in dieser Saison noch zutraut.

Der USC Münster drehte die Bundesliga-Partie bei SW Erfurt nach einem 0:2-Rückstand noch – mit dem neuen und hart erarbeiteten Selbstverständnis Foto: Imago/foto2press

Die Bundesliga-Volleyballerinnen des USC Münster waren am Mittwochabend kurz davor, „schneller wieder im Bus zu sitzen, als wir gucken konnten“, sagte Lisa Thomsen am Tag nach dem Comeback-Sieg bei SW Erfurt. Dann aber drehten Trainerteam und Spielerinnen an den richtigen Stellschrauben, tüteten nach satten 119 Minuten das 3:2 (17:25, 21:25, 25:20, 25:22, 15:9) ein und hievten zwei weitere Zähler aufs Punktekonto.

Ausschlaggebend waren sowohl Personalwechsel als auch taktische Feinjustierungen. Nachdem die erfahrene Juliane Schröder, später als MVP ausgezeichnet, auf den Tisch gehauen hatte, drehte der USC den Spieß in Erfurt. „Mit dem Selbstverständnis, das wir uns in den letzten Wochen erarbeitet haben“.

Van Clewes Größenvorteil, Schröders Unmut

Aber Thomsen lobte auch den Moment, in dem Schröder ihrem Unmut Luft gemacht hatte. „So etwas braucht es dann mal“, sagte die USC-Trainerin. „Das sind genau die Leader-Fähigkeiten, die ich mir von den erfahrenen Spielerinnen wünsche.“ Die Reaktion der Gäste beschränkte sich aber nicht aufs Mindset, sondern ging Hand in Hand mit der volleyballerischen Steigerung. „Wir haben Erfurts Annahme mit unseren Aufschlägen gezielter unter Druck gesetzt, und auch unsere Block-Abwehr hat besser funktioniert“, meinte Thomsen.

Der USC kam ab dem dritten Satz mit einer neuen Besetzung der Außen daher. Maria Schlegel und Elena Kömmling sorgten für mehr Stabilität. Auch das Abwehrsystem stellten Thomsen und ihr Trainerteam um. Luisa van Clewe übernahm im Block, brachte ihre Größe von 1,93 Meter gewinnbringend ein. Nikolina Maros – elf Zentimeter kleiner – rückte bei Erfurts Aufschlägen für die Annahme in die Formation.

„Wir haben dafür gesorgt, dass die Erfurterinnen das Zweifeln begonnen haben“, sagte Thomsen. Der USC selbst ist inzwischen so gefestigt, dass ihn ein 0:2-Rückstand nicht umwirft. In 2023 sammelten die Münsteranerinnen gegen Potsdam (2:3), Neuwied (3:0) und Erfurt (3:2) sechs Punkte. „Mit der Ausbeute bin ich super zufrieden, aber wir können noch besser spielen“, erklärt die Trainerin, die sich sicher ist, dass „wir in einem Spiel, in dem alles zusammenpasst, auch einen ganz Großen schlagen können“.

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