1. www.muensterschezeitung.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Usc-muenster
  6. >
  7. Warum nicht mal überraschen?

  8. >

Volleyball-Bundesliga: USC Münster gastiert erst in Schwerin und am Freitag in Dresden

Warum nicht mal überraschen?

Münster

Zwei trainingsfreie Tage – dann ging es sofort wieder los für den USC Münster. Der Frauen-Volleyball-Bundesligist hat mit den Gastspielen beim SSC Schwerin und Dresdner SC ein brutales Jahresfinale zu absolvieren.

Von Alexander Heflikund

Die Hände zum Himmel: Der USC Münster und Trainerin Lisa Thomsen (rechts) würden gerne in Schwerin überraschen. Foto: Jürgen Peperhowe

Während nicht wenige sich noch einige Male im Bett umdrehten, manche sich die Reste der Weihnachtsleckereien vielleicht schon wieder einverleibten, andere sich vorsichtig an etwas Frühsport auf der Laufstrecke versuchten, machten die Volleyballerinnen sofort ernst. Am 2. Weihnachtstag war es mit Ruhe und Besinnlichkeit vorbei. Bevor es für den Volleyball-Bundesligisten auf die mehrstündige Autofahrt gen Schwerin ging, absolvierte der Erstligist eine ordentliche Trainingseinheit. Dies war die Generalprobe nach zwei „ganzen freien Tagen“ vor dem Auswärtsspiel am Dienstag um 17.30 Uhr beim SSC Palmberg Schwerin.

Doppelpack in Schwerin und Dresden

„Das ist schon hart“, sagte Trainerin Lisa Thomsen. Und meinte damit, dass die Spielerin eben „nur zwei freie Tage“ hatten. Denn, so die USC-Trainerin weiter: „Zwischen den Jahren hat sich das eingebürgert, bei den Zuschauern ist das sehr, sehr beliebt mit diesen Spielen.“ Am Dienstag in Schwerin werden 2000 Zuschauer die Arena vorzugsweise zum Hexenkessel verwandeln. Vier Tage später wird die Kulisse beim Gastspiel gegen den Dresdner SC auch nicht klein sein. Eigentlich sind das Festtage für Volleyballerinnen, dafür spielen sie – einziges Manko für den USC ist, dass die Partien auswärts gespielt werden müssen.

Nach dem Training am 2. Weihnachtstag ging es gen Schwerin, am Dienstag nach der Partie führt die Reise nach Kienbaum, wo der USC zwei Tage Station machen wird ehe es am Donnerstag nach Sachsen weitergeht. Training am Abend, am nächsten Tag das Spiel. Das Wettkampfjahr endet für den Tabellenfünften aus Münster in der Nacht zum Silvestertag mit der Heimfahrt.

Gute Bilanz mit sechs Siegen

Und genau dann wissen auch die Spielerinnen, was die bisher sechs Siege an acht Spieltagen wert sind. Schwerin und Dresden sind „Blockbuster“ für den USC. „Schwerin ist klarer Favorit“, sagt Thomsen. Sie hat den Werdegang des nächsten Gegners genau verfolgt. Schwerin entthronte Mitte Dezember im Pokal-Halbfinale Allianz MTV Stuttgart, in der Vorwoche gab es dagegen zwei Niederlagen. Beim 1:3 gegen Dresden kassierte das Team von Trainer Felix Koslowski die zweite Saisonniederlage, das tat weh. Das 2:3 gegen Zeleznicar Lajkovac war dagegen nur ein Schönheitsfehler, Schwerin zog dennoch in die nächste Runde im CEV Volleyball Cup ein nach dem 3:0 Hinspielerfolg. Thomsen: „Das Spiel ist entscheidend.“

Schwerin verliert zweites Saisonspiel

Wichtiger sei, was sie beim 1:3 der Schwerinerinnen gegen Dresden gesehen hatte. „Dresden hat als aufschlagstärkste Mannschaft der Bundesliga Schwerin gleich unter Druck gesetzt.“ Dresden habe „unfassbar gut gespielt“, resümierte sie. Und, was Dienstag wichtig werden könnte: „Schwerin hat gegen Dresden in einigen Elementen gewackelt. Das eine oder andere wollen wir uns abgucken.“

Einiges abgeschaut beim Dresdner SC?

Soll im Klartext heißen, dass sich der USC schon etwas ausrechnet, gegenhalten will. Der Kader ist komplett, alle Spielerinnen sind mit von der Partie – der bisherige Saisonverlauf gibt Rückenwind. Nach dem Abschalten über die Feiertage heißt es für die USC-Familie nun wieder den Schalter umzulegen. Thomsen sagt: „Wir haben bisher eine sehr gute Saison gespielt. Diesen Weg wollen wir weitergehen, mit Energie spielen, Charakter und Emotion zeigen.“ Der USC ist offenbar bereit.

Startseite
ANZEIGE