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Basketball: 2. Bundesliga Pro B

WWU Baskets leiten zweite Findungsphase ein

Münster

Nummer 15 ist abgehakt, folgt am Sonntag Saisonsieg Nummer 16 für die WWU Baskets Münster? Nicht so wichtig, sagt Trainer Björn Harmsen, der sieben Spieltage vor Abschluss der Punkterunde schon auf die Playoffs schaut. Natürlich soll sein Team auch gegen Rist Wedel gewinnen, wichtiger ist es aber, das Team auf hohem Niveau meisterschaftsfit zu machen.

Von Ansgar Griebel

Cosmo Grühn (rechts, hier im Gespräch mit Co-Trainer Chad Prewitt) kehrt gegen den SC Rist Wedel zurück ins Aufgebot der WWU Baskets. Foto: Jürgen Peperhowe

Björn Harmsen bewahrt den Überblick: Natürlich weiß der Trainer der WWU Baskets Münster, gegen wen sein Team am Sonntag (16 Uhr, Berg Fidel) anzutreten hat. Der SC Rist Wedel stellt sich beim Spitzenreiter der zweiten Bundesliga ProB vor. Die Hamburger sind aktuell Tabellenzweiter, ein Titel, der in der Liga von Spieltag zu Spieltag als Wanderpokal weitergereicht wird.

Harmsen: "Manchmal war da auch viel Glück dabei"

Fix ist aktuell und auch bis zum Ende der Punkterunde nur der Klassenprimus – und der kommt aus Münster. Darum könnte Harmsen auch eine laufende Nummer für diese Partie vergeben: Nach 15 Saisonsiegen steht also am Sonntag Nummer 16 an. Harmsen tut das natürlich nicht, hat sein Team akribisch auf diesen Gegner eingestellt und weigert sich beharrlich, aus der tabellarisch durchaus angemessenen Vogelperspektive auf Liga und Gegner herabzuschauen. „Ja, wir sind ungeschlagen, aber ich sehe das nicht als Ganzes, sondern betrachte jedes Spiel einzeln – und dann sieht das nicht mehr so deutlich aus. Manchmal war da auch viel Glück dabei“, sagt Harmsen und braucht dabei gar nicht weit in die Ferne zu schweifen. Beim 73:70-Erfolg am Mittwoch in Sandersdorf wäre auch jedes andere Resultat dringewesen. „Da hatten wir Glück, dass wir die Stops noch setzen konnten. Und von diesen Spielen hatten wir schon einige.“

Und so würde den Trainer eine erste Saisonniederlage weder überraschen noch wirklich zurückwerfen. „Ich glaube, dass die Mannschaft so gefestigt ist, dass das kein Problem wäre.“ Im Gegenteil: „Natürlich will man jedes Spiel gewinnen, aber Niederlagen gehören auch dazu. Es ist nicht davon auszugehen, dass wir ungeschlagen durch die komplette Saison gehen – auch, wenn ich nichts dagegen hätte.“

Rotation zum Start in neue Findungsphase

Allemal können sich die Baskets den Luxus erlauben, am Sonntag so zu rotieren, dass die am Mittwoch am meisten strapazierten Leistungsträger etwas länger auf der Bank bleiben können – zudem müssen die Youngster Paul Viefhues und Joshua Sievers zeitgleich beim NBBL-Team antreten. „Dafür ist Cosmo Grühn wieder am Start.“ Nicht nur den lange verletzten Forward gilt es wieder aufzubauen. „Für uns beginnt jetzt nach vielen personellen Problemen eine neue Findungsphase. Da passt es ganz gut, dass wir bis zu den Playoffs ohne den ganz großen Druck spielen können.“

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